Die geplanten 3 Gilchinger Windräder inmitten von Arten-, Natur- und Wwasserschutzschutzgebieten resultieren in ca. 270-540 kg Microplastikabrieb pro Jahr.
Nimmt man die weiteren in Wörthsee (5) (=gerade im Genehmigungsverfahren) und Geisenbrunn (1-2) / Krailling (4) geplanten Windräder hinzu, dann sind es 1.260-2.400 kg pro Jahr.
Dieser Mikroplastikabrieb = "Ewigkeitschemikalie" / PFAS aus Spezialbeschichtungen der Rotorblätter (=Sondermüll) wird über Wald und Äcker verteilt und gelangt in die Böden und ins Grundwasser.
Bei einer Betriebszeit von 20 Jahren landen auf diesem Wege 25-50 t Mikroplastikabrieb in der Umgebung, auf Gilchinger Feldern, unseren Trinkwasserschutzzonen, im Naturschutzgebiet und Flora-Fauna-Habitat.
Fakten zu PFAS/Microplastik vom Wissenschaftlichen Dienst des deutschen Bundestags
Der Wissenschaftliche Dienst informiert klar darüber, dass Microplastikabrieb bei Windrädern anfällt. Die benannten Mengen, die durch Abrieb anfallen, sind grobe Schätzung, denn es gibt keine genauen Untersuchungen dazu. Die ermittelten 45 kg pro Anlage sind auf das Erstellungsdatum des Berichts zu beziehen, zu dieser Zeit betrug die durchschnittliche Höhe der Anlagen 120-140m. Die Anlagen in Gilching werden ca. 255m erreichen und eine Rototrenlänge von ca. 90m besitzen. Es ist bekannt, dass in der Höhe nicht nur die Windstärke zunimmt, sondern auch die Erosionskräfte und damit der Abrieb über- proportional zunehmen.
https://www.bundestag.de/resource/blob/817020/27cf214cfbeaac330d3b731cbbd8610b/WD-8-077-20-pdf-data.pdf
Verbraucherschutzzentrale:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/produkte/ewigkeitschemikalien-pfas-wo-sie-stecken-warum-sie-problematisch-sind-81811
Energiewende und Artenschutz: Abrieb von Windrädern bedroht Muscheln
26.1.2025
An Fundamenten von Offshore Windanlagen siedeln sich gerne Muscheln an.
Es wird überlegt, ob dies professionell für die Nahrungsmittelgewinnung genutzt werden kann.
..."Allerdings hat die Offshore-Windenergie zunehmend Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme, zeigt eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts, veröffentlicht im Fachmagazin Science of the Total Environment. So führt der mehrjährige Betrieb der Rotorblätter unter rauen Witterungsbedingungen zu Oberflächenerosion und Materialzerfall. Der Abrieb gelangt in die Umwelt – und wird unter anderem von Miesmuscheln aufgenommen, die im Wasser an den Pfählen der Windräder wachsen."...
Die Muscheln, welche..."14 Tage lang einer hohen Partikelbelastung ausgesetzt wurden, zeigten demnach eine mäßige bis starke Aufnahme von Metallen, insbesondere von Barium und Chrom."...
„Wir müssen uns nur darüber im Klaren sein, dass der Ausbau mit möglicherweise negativen Nebeneffekten einhergehen kann“... sagt Meeresbiologin Lannig.
https://taz.de/Energiewende-und-Artenschutz/!6064768/
PFAS in der Leber von Wildschweinen
29. Januar 2025
Im waldreichen Rheinland-Pfalz lagen die PFAS-Werte in Proben von erlegten Wildschweinen so hoch, dass die Lebern nicht mehr in Umlauf gebracht werden durften.
Insgesamt wurden in einem externen Labor 60 Proben von in Rheinland-Pfalz erlegten Wildschweinen (30 Proben von Fleisch und 30 Proben der zugehörigen Leber) auf PFAS untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Wildschweinlebern den seit dem 1. Januar 2023 EU-weit gültigen Höchstgehalt an PFAS deutlich überschritten haben. Die PFAS-Summengehalte für die Verbindungen PFOA (Perfluoroctansäure), PFOS (Perfluoroctansulfonsäure), PFNA (Perfluornonansäure) und PFHxS (Perfluorhexansulfonsäure) lagen bei den 30 Wildschweinleber-Proben zwischen 98 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg) und 738 µg/kg; der Mittelwert lag bei 310 µg/kg. Der lebensmittelrechtliche Höchstgehalt, der nicht überschritten werden darf, liegt für Wildschweinleber bei 50 µg/kg.
https://klimanachrichten.de/2025/01/29/windkraft-und-unbekannte-auswirkungen-auf-die-umwelt/
Initiative für Demokratie und Aufklärung:
https://www.ida-hd.de/windkraftanlagen-giftige-kontaminationen-statt-sauberer-energie/
"Das Vorkommen von PFAS in Lebensmitteln kann hauptsächlich durch das Vermeiden und Verschließen von Eintragsquellen in die Umwelt beeinflusst werden. Die Bemühungen zur Reduktion der Gehalte in Lebensmitteln sollten fortgesetzt werden."
https://www.bfr.bund.de/cm/343/der-verzehr-von-wildschweinleber-traegt-zu-einer-hohen-aufnahme-von-pfas-bei.pdf
Der Landesjagdverband BWB stellt schon 2019 fest, dass Wildschweinlebern zum Verzehr nicht mehr geeignet sind.
"Die untersuchten Wildschweinlebern stammen aus allen Teilen Baden-Württembergs. Die Ergebnisse zeigen keinen Bezug zu einem bekannten PFAS-Kontaminationsfall in Rastatt/Baden-Baden und Mannheim (siehe rp.baden-wuerttemberg.de/rpk > Stabsstelle PFC). Offensichtlich handelt es sich um eine flächendeckend auftretende Umweltverunreinigung, die sich besonders stark in der Leber (dem Entgiftungsorgan des Körpers) anreichert."
https://www.landesjagdverband.de/jagdpraxis/wildbrethygiene-und-wildkrankheiten/detail/wildschweinleber-verzehr-nur-bedingt-ratsam
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